Eigene Briefmarkenausgaben seit 1. April 1851. Denmark, Danemark oder Danmark findet man als Länderbezeichnung auf Briefmarken.
Vielfachfrankatur, bei denen sich eine große Anzahl von Briefmarken, sich gegenseitig überdecken, auf die Sendung geklebt wird.
Deutscher Altbriefsammler-Verein
Abstempelung von Postwertzeichen mit einem echten Poststempel, der jedoch auf ein anderes Datum als den tatsächlichen Zeitpunkt der Abstempelung eingestellt (also vor- oder rückdatiert) ist.
Während des 2. Weltkrieges von der österreichischen Zensurstelle verwendete Stempel. Sie dienten zur besonderen Kenntlichmachung der abgehenden und ankommenden Diplomatenpost. Diese Post wurde nicht zensuriert. Siehe auch V-Stempel.
Österreichischer Briefmarkenkünstler, geb. 1881 in Ried, gest. am 26. Februar 1951 in Wien. Sein Werk umfasst Briefmarken der I. und II. Republik.
Der berühmte Bildnismaler des biedermeierlichen Wiens wurde am 25. Januar 1790 geboren. Bereits im sechsten Lebensjahr verlor er seinen Vater, der in der Roßauer Porzellanfabrik als Maler gearbeitet hatte. Er schloss seine Ausbildung 1809 ab und machte sich als Miniaturmaler selbstständig. Seine Kleinporträts erfreuten sich bald auch in der gehobenen Wiener Gesellschaft höchster Beliebtheit. Die Choleraepidemie des Jahres 1849 wurde auch Daffinger zum Verhängnis. Er erlag der Seuche am 22. August 1849 in seiner Wohnung in der Wiener Rauhensteingasse.
Bezeichnung für Briefmarken, die im Gegensatz zu Sonderpostmarken über Jahre hinaus am Schalter weitgehend unverändert verkauft werden. In der Regel sind diese Marken weniger farbenprächtig und in allen wichtigen Portostufen erhältlich.
Deutsche Briefmarkenzeitung
Die DDR existierte vom 7. Oktober 1949 bis zum 2. Oktober 1990. In knapp 41 Jahren erschienen dort 3124 Postwertzeichen, darunter 95 Blocks – im Durchschnitt alle vier bis fünf Tage eine neue Katalognummer. Und dies ohne die Einschreibemarken für Selbstbedienungspostämter oder die Dienstmarken, spezielle Ausgaben, die ausschließlich für Sendungen staatlicher Organe, Verwaltungen und Betriebe bestimmt und nur innerhalb der DDR gültig waren. Allein 400 Seiten umfassen die Marken der DDR im Spezialkatalog.
Sammelbezeichnung für die seit 1952 bei der Herstellung der Briefmarken verwendeten Wasserzeichen, die die Schriftzeichen DDR neben einem Posthorn oder vierseitig um eine Kreuzblume angeordnet zeigen.
Deutsche Briefmarken-Ausstellung
Sonderblock der Deutschen Post der DDR bezeichnet (z.B. 1950 in Leipzig, anlässlich der DEBRIA).
Auf Dederongewebe gedruckter Sonderblock.
Tschechisch für Tag der Ausgabe, Teil der Inschrift auf Ersttagsstempel
Deutsch-Russische Luftverkehrsgesellschaft
Wird seit 1950 herausgegeben, erscheint an jedem 1. eines Monats.
Germany, Allemagne, DDR und BRD findet man als Länderbezeichnung auf den älteren Briefmarken - heute nur noch Deutschland.
Dezentriert ist eine Marke, deren Bild schlecht gemittelt ist, das heißt nicht genau in der durch die Zähnung, den Durchstich oder Scherenschnitt gebildeten äußeren Begrenzung steht. Zurückzuführen ist dies auf einen Herstellungsmangel oder zu engen Markenabstand im Bogen. Das gilt durch unsorgfältige Handhabung der Schere besonders für geschnittene Marken. Dezentrierung wirkt überwiegend wertmindernd.
Philatelistische Bezeichnung für den Farbfehldruck der 8-Pfennig-Freimarke mit Zuschlag der Übergangsausgabe von Finsterwalde (Niederlausitz) 1946 in Violett anstatt Ziegelrot. Die Auflage beträgt 1100 Stück.
Gestorben am 21. Januar 2000, nach langem Leiden; Spross der wohl weltbekanntesten Philatelistenfamilie Italiens. Enzo, in Rom am 25. Mai 1927 geboren, stammte aus einer berühmten Familie.
Briefmarke, die von Behörden verwendet wurde und teilweise noch wird, um Dienstpost zwischen Behörden freizumachen. Dienstmarken können praktisch nicht missbräuchlich (Diebstahl) eingesetzt werden. Die erste Dienstmarke wurde 1866 im damaligen Britisch-Indian eingeführt.
Amtlicher Poststempel, der von einer gesonderten Poststelle abgeschlagen wird, welche die eingehenden Postsendungen auf die verschiedenen Postwege verteilt (von franz. distribuer).
Der Bogen lief zweimal durch die Druckmaschine und ergibt ein verschobenes Zweitbild auf der Marke.
Bezeichnung für die abgebildete Doppelmarke der schweizer Kantonalpost Genf aus dem Jahr 1843. Sie besteht aus zwei Einzelmarken mit Inschrift "Port Local" (Ortsgebühr) und darüber befindl. gemeinsamer Leiste mit Inschrift "Port Cantonal" (Kantonsgebühr). Als Einzelmarke (Ortspostgebühr) relativ häufig, als "verkehrt geschnittenes" waagerrechtes Paar (obere Leiste: "NTONAL/Cent./10/PORT CA'") und als senkrechtes Paar selten.
Deutschland Netto Katalog
Deutsche Philatelisten-Jugend
Dreieckmarken sind in der Form eines regelmäßigen oder unregelmäßigen Dreiecks die auf einer Spitze oder Seite stehen. In Deutschland kamen die ersten Dreiecke erstmals aus praktischen Gründen ab dem 1. Dezember 1939 im Besetzungsgebiet von Böhmen und Mähren an den Postschaltern. Das ungewöhnliche Format wies auf Sonderbehandlung der Sendung hin.
Amsterdamer Postämter verwendeten diesen Stempel. Er zeigte das Posthorn und das Stadtwappen.
Druckmängel sind leichte Fehler in der bedruckten Fläche einer Briefmarke. Diese treten während des Druckvorgangs zumeist nur kurzfristig auf, da sie oft auf vorübergehende partielle Verschmutzung und seltener auf eine geringfügige Abnutzung der Druckform zurückzuführen sind.
Anstelle der Zähnung gelegentlich verwendete Trennungsart. Das Papier wird zwischen den einzelnen Markenreihen im Bogen nicht perforiert, sondern mittels einer mit winzigen Messerchen in geringen Abständen voneinander besetzten Stahlleiste nur eingeschnitten. Es bleiben den Zusammenhalt des Bogens gewährleistende Papierbrücken bestehen, die beim Abtrennen einzelner Marken zerrissen werden und inf. ihrer Größe oft zu Beschädigungen der Marken führen. Am häufigsten sind linien- oder sägezahnförmige Durchstiche angewendet worden, seltener bogen- oder wellenförmige (Braunschweig, Finnland). Eine besondere Art ist der bei Finnland Mi 5-10 vorkommende zungenförmige Durchstich. Beim Durchstich können wie bei der Zähnung die auf 2cm entfallenden Einschnitte ausgezählt werden. Es gibt dafür jedoch kein dem Zähnungsschlüssel ähnl. Hilfsmittel, da die Art der Durchstiche zu verschieden ist (Häger).
Bei Briefmarken außerordentlich selten und beim Sammler beliebt, insbesondere dann, wenn zunächst unerkannt, dann aber korrigiert, sodass Marken mit Fehler und Marken ohne Fehler existieren. Fehler resultiert aus einem Irrtum in der Markenvorlage oder einem Irrtum beim Druck; nicht zu verwechseln mit Fehldruck.
Buchdruck
Die höherliegenden Teile der Druckplatte sind farbtragend und pressen das Bild auf das Papier; Kennzeichen sind meist leichte rückseitige Durchprägungen, ungleichmäßiger (unter der Lupe sichtbarer) Farbauftrag.
Druckmängel, welche eigentlich das Erzeugnis, die Briefmarke, zum Ausschuss und zur Makulatur werden lassen müsste. Druckzufälligkeiten sind beim ernsthaften Sammler verpönt und ergeben sich beim Druckvorgang durch Zufall, z.B. Festsetzen von Schmutzpartikeln (Staubkörnchen) auf der Druckplatte, welches sog. 'Monde' hervorruft, farbfreie oder teils farbfreie Stellen im Markenbild.
A. Dürer wurde 1471 in Nürnberg geboren. Mit Sicherheit ist er einer der größten deutschen Künstler. Die erste Briefmarke mit ihm als Motiv erschien 1926 (Michel-Nr. 397). Gestorben ist er 1528.
(Doppelte) Marken, die Sammler nicht für seine Sammlung braucht, so dass er diese gerne zum Tauschen verwendet.
Mittels feiner Messer wird das Papier zwischen den Markenreihen eingeschnitten, so dass Papierbrücken zwischen den Schnitten stehen bleiben. Die häufigsten Durchsticharten sind:
Linien-, Punkt-, Zickzack-, Sägezahn- und Bogendurchstiche.
Präsident des Organisationskomitees WIPA 2000
ehemaliger österreichischer Generalpostdirektor