Briefmarke, textile

Als Weltneuheit erschien im Juli zur NABA 2000 die erste textile Briefmarke. Jetzt werden einige Sfr. meutern und sagen "gab's 1963 schon mal – den Dederon-Block" der DDR. Fast richtig, aber auf den Block 18 (Mi.-Nr.950-951) wurde das Motiv raufgedruckt, während bei der Schweizer Ausgabe kein Druckvorgang erfolgte. Das Motiv, die Wertangabe und die Landesangabe sind eingestickt. Es ist eine Stickerei-Briefmarke.


Herstellung
textile BriefmarkeDie Bischoff Textil AG in St. Gallen (CH) wurde mit der Herstellung beauftragt. Auf einer Satin Grundlage von 9,40 Breite wurden 340 Marken mit einem Polyestergarn eingestickt. Die Stickung erfolgte in zwei Arbeitsgängen. Zuerst der hellblaue Faden für das Motiv und dann der dunkelblaue Faden für die Wertangabe (5,00 SFr) und die Landesbezeichnung. Die Marke erhielt somit einen 3D Charakter. Anschließend erhielt die Satingrundlage rückseitig eine doppelseitige Klebeschicht, die wiederum mit einer Silikonschutzfolie versehen wurde. Alle Marken sind ungezähnt.


philatelistischen Behandlung
Es ist sinnvoll, auch ungestempelte Marken von der Klebeschicht zu befreien, da bis heute nicht bekannt ist, wie sich Kleber und Marke chemisch auf lange Zeit zueinander verhalten. Das Abweichen, sollte wie bei allen selbstklebenden Marken, im lauwarmen Wasserbad erfolgen.
Auf Grund der Herstellung, der postalischen Beförderung und der Lagerung kommt es sicher zu vielen Farb- und Größenabweichungen. Da man sicher auch die Stickfäden ziehen kann, sind sog. Abarten vorprogrammiert. Ich bin der Meinung, dass man bei dieser Ausgabe sog. Abarten als normal ansehen sollte und nicht auf die Tricks der Händler hereinfallen sollte.


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